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Bulldozer räumen Slum auf der französischen Insel Mayotte im Indischen Ozean

Aug 06, 2023Aug 06, 2023

Die Behörden in Mayotte sagten am Montag, sie hätten auf der französischen Insel im Indischen Ozean Slumbehausungen in großem Umfang dem Erdboden gleichgemacht. Dabei handelte es sich ihrer Aussage nach um eine Operation zur Bekämpfung illegaler Einwanderung und schlechter Wohnverhältnisse.

Polizei und Beamte waren anwesend, als Bulldozer im Dorf Hamouro im Südosten der Insel zur Arbeit gingen, teilte die örtliche Präfektur auf X, früher bekannt als Twitter, mit.

Insgesamt seien 81 „illegale Behausungen“ abgerissen und 36 Familien „identifiziert“ worden, von denen sieben das Angebot einer alternativen Unterbringung angenommen hätten, sagten die örtlichen Beamten.

Seit April hat Frankreich Hunderte von Polizisten in Mayotte, der ärmsten Region Frankreichs, stationiert, um eine Slumräumungsinitiative namens Operation Wuambushu („Zurücknehmen“ in der Landessprache) vorzubereiten.

Nach wochenlangen rechtlichen Verzögerungen und diplomatischen Spannungen mit den benachbarten Komoren, die zusammen mit Mayotte den Archipel bilden, begannen Bagger im Mai mit der Zerstörung von Blechhütten.

Einige Verbände haben Wuambushu als eine „brutale“ Maßnahme angeprangert, die die Rechte von Migranten verletzt, aber lokale gewählte Beamte und viele Inselbewohner unterstützen es.

Die Aktion dieser Woche ist die größte Räumung in Mayotte seit Beginn der Operation Wuambushu.

Der französische Innenminister Gerald Darmanin sagte, die Regierung plane, bis „Ende des Jahres“ rund 1.250 minderwertige Häuser in Mayotte abzureißen, darunter 1.000 Blechhütten.

Von den geschätzten 350.000 Einwohnern Mayottes besitzt die Hälfte keine französische Staatsangehörigkeit. Nur ein Drittel der Bewohner der Slums besitzt die französische Staatsbürgerschaft.

axn/al/pvh/gw